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Herkunft (Provenance) richtig setzen

Der Quellenstatus zeigt, woher jede Angabe stammt, und macht deinen Arztbericht ehrlich und einordbar. Hier erfährst du, was die vier Status bedeuten und wie du sie richtig vergibst.

Allgemeine Information zur Orientierung — keine medizinische Beratung, Diagnose oder Bewertung des Einzelfalls. Bitte alles mit deinem behandelnden Ärzteteam besprechen.

Quelle/Hinweis: Allgemeine Information / Produktanleitung; fachlich noch nicht final geprüft.

In deiner Dokumentation laufen Informationen aus ganz verschiedenen Quellen zusammen: Dinge, die du selbst beobachtest, Werte aus Befunden und Angaben, die dein Ärzteteam bestätigt hat. Der Quellenstatus, auch Herkunft oder Provenance genannt, hält fest, woher jede einzelne Angabe stammt. Das macht deine Dokumentation ehrlich und für andere nachvollziehbar.

Die Herkunft ist deshalb kein Beiwerk, sondern ein Kernprinzip von GlioBridge. Jedes medizinisch relevante Datum trägt einen Quellenstatus, weil derselbe Sachverhalt je nach Quelle ganz unterschiedlich zu lesen ist. Dieser Artikel zeigt dir, was die vier möglichen Werte bedeuten und wie du sie im Alltag richtig vergibst.

Warum die Herkunft wichtig ist

Eine Zahl allein sagt wenig darüber aus, wie verlässlich sie ist. Ein Laborwert, den du aus einem Befund abgetippt hast, ist anders einzuordnen als eine grobe Erinnerung. Der Quellenstatus liefert genau diese Einordnung mit. So kann dein Ärzteteam im Bericht sofort erkennen, auf welcher Grundlage eine Angabe steht, ohne dass GlioBridge die Angabe selbst bewertet.

Damit bleibt deine Dokumentation transparent. Niemand muss raten, ob hinter einer Angabe eine Erinnerung, ein Dokument oder eine ärztliche Bestätigung steht. Gerade bei einer langen Krankengeschichte mit vielen Eintragenden und Quellen ist diese Klarheit wertvoll und spart im Gespräch Zeit.

Die vier Quellenstatus

GlioBridge kennt vier Werte für die Herkunft. Wähle den, der am besten beschreibt, woher die Information tatsächlich kommt:

  • Patientenangabe: etwas, das du selbst beobachtest oder berichtest, zum Beispiel ein Befinden oder ein Ereignis.
  • Aus Befund: eine Information, die du einem ärztlichen Dokument oder Laborzettel entnommen hast.
  • Ärztlich bestätigt: eine Angabe, die dein Ärzteteam ausdrücklich bestätigt hat.
  • Unbekannt: die Herkunft ist nicht hinterlegt oder lässt sich nicht eindeutig zuordnen.

„Unbekannt“ ist nicht „nein“

Ein wichtiger Punkt: „unbekannt“ bedeutet ausschließlich, dass keine Herkunft erfasst ist. Es bedeutet nicht, dass etwas nicht zutrifft, nicht vorliegt oder verneint wurde. Unbekannt und negativ sind zwei verschiedene Dinge. Wenn du etwas wirklich verneinen willst, dokumentiere das als eigene Angabe und nicht über einen fehlenden Quellenstatus.

Diese Unterscheidung verhindert Missverständnisse. Eine fehlende Information ist eine Lücke, keine Aussage. Im Bericht bleibt dadurch klar, was bekannt ist und was schlicht offen ist.

Ein Beispiel: Steht bei einem Symptom „unbekannt“, heißt das nur, dass nicht hinterlegt ist, woher die Angabe stammt. Es ist keine Aussage darüber, ob das Symptom vorhanden ist oder nicht. Dein Ärzteteam kann dann gezielt nachfragen, statt aus einer Leerstelle einen falschen Schluss zu ziehen.

Den richtigen Status wählen

Frage dich beim Eintragen einfach: Woher weiß ich das? Hast du es selbst bemerkt, ist es eine Patientenangabe. Steht es in einem Dokument, das dir vorliegt, ist es „aus Befund“. Hat dein Ärzteteam es dir gegenüber bestätigt, ist es „ärztlich bestätigt“. Bist du dir nicht sicher, lass es bei „unbekannt“, das ist ehrlicher als ein geratener Status.

Vergib den Status lieber etwas vorsichtig. „Ärztlich bestätigt“ solltest du nur wählen, wenn das auch wirklich der Fall war. So bleibt dieser Status aussagekräftig, wenn er im Bericht erscheint.

Der Status kann sich im Lauf der Zeit ändern. Etwas, das zunächst eine Patientenangabe war, kann nach einem Termin zu einer ärztlich bestätigten Angabe werden. Du kannst die Herkunft jederzeit aktualisieren, damit sie den aktuellen Stand widerspiegelt. Achte aus Sicherheitsgründen darauf, dass eine Bestätigung serverseitig gesetzt wird und nicht beliebig vom Gerät aus behauptet werden kann.

Herkunft und automatisch übernommene Inhalte

Wenn Informationen aus hochgeladenen Dokumenten übernommen werden, gelten sie zunächst als aus dem Befund stammend und unbestätigt. Sie werden dadurch nicht automatisch zur gesicherten Wahrheit. Prüfe solche Angaben und passe den Status an, wenn sich daran etwas ändert, etwa nach einer Bestätigung im Termin.

Das gilt besonders für Inhalte, die von einer automatischen Texterkennung aus einem Bild oder PDF gelesen wurden. Solche Ergebnisse können Lesefehler enthalten und bleiben deshalb ausdrücklich als unbestätigt markiert. Ein kurzer Abgleich mit dem Originaldokument lohnt sich, bevor du dich im Bericht darauf stützt.

Herkunft im Arztbericht

Der gewählte Quellenstatus wird im Arztbericht zu jeder Angabe sichtbar dargestellt. Genau das macht den Bericht ehrlich: Auf einen Blick ist erkennbar, was du berichtet, was aus einem Befund stammt und was ärztlich bestätigt ist. So entsteht eine saubere Grundlage für das Gespräch, ohne dass die App irgendetwas bewertet.

Auch beim Datenexport bleibt die Herkunft erhalten, sodass deine Dokumentation überall einordbar bleibt. Wenn du dir angewöhnst, den Quellenstatus gleich beim Eintragen mitzudenken, hast du später kaum Aufwand und einen Bericht, der ohne Nachfragen verständlich ist.

Zusammengefasst ist die Herkunft kein lästiges Pflichtfeld, sondern das, was deine Sammlung von einer losen Notiz zu einer belastbaren Dokumentation macht. Ein paar Sekunden beim Eintragen sorgen dafür, dass dein Bericht später für sich selbst spricht.

Und falls du dir doch einmal unsicher bist, welcher Status passt, ist das kein Problem: Du kannst die Herkunft jederzeit anpassen, und der ehrlichste verfügbare Wert ist immer der richtige. Lieber „unbekannt“ stehen lassen als etwas zu behaupten, das so nicht stimmt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Quellenstatus zeigt, woher jede Angabe stammt.
  • Es gibt vier Werte: Patientenangabe, aus Befund, ärztlich bestätigt, unbekannt.
  • „Unbekannt“ heißt „keine Herkunft erfasst“, nicht „trifft nicht zu“.
  • Aus Dokumenten übernommene Inhalte gelten zunächst als unbestätigt.
  • Der Status erscheint im Arztbericht und macht ihn einordbar.

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