Alle Themen
Produkt · 7 Min

Diagnose & Marker erfassen

Wie du im Bereich Diagnose & Marker deine Diagnose und Marker dokumentierst und dabei mit dem Quellenstatus festhältst, woher jede einzelne Information stammt.

Allgemeine Information zur Orientierung — keine medizinische Beratung, Diagnose oder Bewertung des Einzelfalls. Bitte alles mit deinem behandelnden Ärzteteam besprechen.

Quelle/Hinweis: Allgemeine Information / Produktanleitung; fachlich noch nicht final geprüft.

Der Bereich Diagnose & Marker hilft dir, die zentralen Eckdaten deiner Erkrankung an einem Ort zu sammeln. GlioBridge bewertet diese Angaben nicht und leitet daraus nichts ab – die App dokumentiert sie nur sauber, damit du sie beim nächsten Termin geordnet vorliegen hast. Das nimmt dir die Mühe, im Gespräch alles aus dem Gedächtnis zusammensuchen zu müssen.

Was du hier dokumentierst

In diesem Bereich hältst du deine Diagnose und zugehörige Marker fest. Marker sind einzelne Merkmale, die in deinen Befunden genannt sein können. Du trägst sie so ein, wie sie dort stehen oder wie du sie von deinem Ärzteteam erhalten hast. Wichtig ist die wörtliche, neutrale Wiedergabe: Was im Befund steht, steht im Befund – eine Deutung gehört in das Gespräch mit deinem Ärzteteam, das deinen Gesamtzusammenhang kennt.

Trage nur ein, was du belegen oder benennen kannst. Wenn dir ein Wert oder eine Bezeichnung fehlt, lass das Feld offen oder wähle den Quellenstatus unbekannt. Eine fehlende Angabe ist ausdrücklich nicht dasselbe wie eine negative Angabe. Diese Unterscheidung ist GlioBridge sehr wichtig, weil ein leeres Feld nie zu einer falschen Schlussfolgerung führen soll.

Der Quellenstatus (Provenance)

Für jede Information gibst du an, woher sie stammt. Dieser Quellenstatus macht deinen Vault nachvollziehbar und ist ein Kernprinzip von GlioBridge. Es stehen vier Stufen zur Auswahl:

  • Patientenangabe: Du gibst die Information selbst an, etwa aus dem Gedächtnis oder aus einem Gespräch.
  • Aus Befund: Die Information stammt aus einem schriftlichen Befund oder Dokument.
  • Ärztlich bestätigt: Die Information wurde von deinem Ärzteteam bestätigt.
  • Unbekannt: Die Information liegt dir aktuell nicht vor.

Der Quellenstatus ist keine Wertung, sondern eine Herkunftsangabe. Er hilft deinem Ärzteteam später einzuordnen, wie eine Notiz entstanden ist, ohne dass GlioBridge selbst etwas beurteilt. Wenn du dir bei der Herkunft unsicher bist, wähle die vorsichtigere Stufe – zum Beispiel Patientenangabe statt aus Befund. Ehrlichkeit über die Herkunft ist hier mehr wert als ein möglichst hochwertig klingender Status.

Der Status ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn sich bei einem Termin etwas bestätigt, kannst du den Quellenstatus später von Patientenangabe auf ärztlich bestätigt umstellen. So steigt die Verlässlichkeit deiner Dokumentation mit jedem Gespräch.

Schritt für Schritt einen Eintrag anlegen

So gehst du beim Erfassen vor:

  • Öffne den Bereich Diagnose & Marker in der Navigation.
  • Wähle, ob du deine Diagnose oder einen einzelnen Marker eintragen möchtest.
  • Gib die Bezeichnung genau so ein, wie sie dir vorliegt.
  • Wähle den passenden Quellenstatus aus.
  • Ergänze, falls vorhanden, ein Datum oder einen kurzen Hinweis zur Herkunft.
  • Speichere den Eintrag.

Du kannst beliebig viele Marker anlegen und bestehende Einträge später ergänzen oder korrigieren. Wenn du ein Detail zunächst nicht sicher weißt, ist das kein Problem: Trag es später nach, sobald dir die Information vorliegt. Lieber ein paar saubere Einträge als viele unsichere – Qualität geht vor Vollständigkeit.

Datum und Verlauf festhalten

Wo möglich, lohnt es sich, ein Datum zu hinterlegen – etwa wann ein Befund erstellt wurde oder wann dir eine Information genannt wurde. Das Datum ordnet deine Einträge zeitlich ein und hilft dir und deinem Ärzteteam, den Überblick zu behalten. Wenn sich Angaben im Lauf der Zeit ändern, kannst du frühere Einträge stehen lassen und neue ergänzen, sodass nachvollziehbar bleibt, was wann dokumentiert wurde. GlioBridge verknüpft diese Einträge nicht zu einer Aussage, sondern legt sie nur geordnet ab.

Gerade bei mehreren Markern hilft eine einheitliche Schreibweise. Übernimm Bezeichnungen am besten genau so, wie sie im Befund stehen, inklusive Schreibweise und Reihenfolge. Das erleichtert später den Abgleich mit dem Original und vermeidet Verwechslungen, wenn ähnliche Begriffe auftauchen. Wenn dir ein Begriff unklar ist, übernimm ihn trotzdem wörtlich und notiere deine Frage dazu – klären kannst du sie im Termin.

Du musst nicht alles auf einmal eintragen. Viele Menschen beginnen mit der Diagnose und ein, zwei Markern und ergänzen weitere Einträge, sobald ihnen neue Befunde vorliegen. Ein unvollständiger, aber sauberer Eintrag ist mehr wert als ein hastig zusammengetragener, bei dem du dir bei der Herkunft nicht sicher bist.

Befunde als Beleg verknüpfen

Wenn eine Angabe aus einem Dokument stammt, kannst du das zugehörige Dokument im Bereich Befunde/Dokumente hochladen. So bleibt nachvollziehbar, worauf sich ein Eintrag stützt. Im Befund kannst du die entsprechende Stelle nachlesen, und im Arztbericht erscheint die Information mit ihrer Herkunft. Diese Verbindung von Eintrag und Beleg ist besonders nützlich, wenn ihr im Termin auf eine Quelle zurückgreifen wollt.

Neutrale Sprache beim Erfassen

Halte deine Notizen beschreibend. Schreibe, was vorliegt, ohne es einzuordnen. Formulierungen wie „im Befund steht …" oder „laut Gespräch vom …" sind hilfreich und ehrlich. Eine Einordnung, was einzelne Marker bedeuten, besprichst du am besten direkt mit deinem Ärzteteam. GlioBridge ist bewusst zurückhaltend: Die App nennt die Dinge beim Namen, deutet sie aber nicht.

Diese Sorgfalt zahlt sich aus: Je sauberer deine Diagnose und Marker dokumentiert sind, desto klarer wird später dein Arztbericht-PDF und desto gezielter kannst du im Termin nachfragen. Wenn dir beim Erfassen Fragen kommen, notiere sie im Bereich Arztfragen, damit du sie nicht vergisst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trage Diagnose und Marker so ein, wie sie dir vorliegen, ohne sie zu deuten.
  • Vergib für jede Information einen Quellenstatus: Patientenangabe, aus Befund, ärztlich bestätigt oder unbekannt.
  • Unbekannt ist nicht dasselbe wie eine negative Angabe.
  • Du kannst Einträge jederzeit ergänzen und den Quellenstatus später aktualisieren.
  • Belege per Dokument-Upload und besprich die Bedeutung mit deinem Ärzteteam.

Deinen Verlauf festhalten

Dokumentiere, was du hier liest, in deinem eigenen Vault.

Kostenlos starten