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Dokumente rund um eine Bestrahlung: welche es gibt und wie du sie ordnest

Rund um eine Strahlentherapie entstehen mehrere Dokumente: Aufklärungsbogen, Angaben zum Bestrahlungsplan, Bescheinigungen über durchgeführte Sitzungen und ein abschließender Arztbrief. Dieser Beitrag erklärt, welche Unterlagen üblich sind, was darin steht und wie sich eine dauerhafte Ablage aufbauen lässt.

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Allgemeine Information zur Orientierung — keine medizinische Beratung, Diagnose oder Bewertung des Einzelfalls. Bitte alles mit deinem behandelnden Ärzteteam besprechen.

Source/note: Allgemeine Information, angelehnt an Patienteninformationen strahlentherapeutischer Fachgesellschaften und des Krebsinformationsdienstes. Stand: Juli 2026. Redaktionell erstellt, keine ärztliche Beratung.

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Rund um eine Strahlentherapie entstehen mehrere Dokumente: der Aufklärungsbogen, Angaben zum Bestrahlungsplan, Bescheinigungen über durchgeführte Sitzungen und ein abschließender Arztbrief. Sie dokumentieren, was geplant war und was tatsächlich stattgefunden hat.

Dieser Beitrag erklärt, welche Unterlagen üblich sind, welche Angaben darin typischerweise stehen und wie sich eine Ablage aufbauen lässt, die auch Jahre später noch brauchbar ist. Er bewertet keine Inhalte und liest keine Befunde. Der Text gehört zum Thema Strahlentherapie beim Gliom.

Warum diese Unterlagen langfristig zählen

Ein praktischer Hinweis zum Zeitpunkt: Vieles lässt sich deutlich leichter direkt während der Behandlungsserie klären als Monate später. Wenn du am Ende der Serie noch einmal nachfragst, welche Unterlagen du erhältst und was zusätzlich angefordert werden kann, sparst du dir spätere Nachforschungen. Auch Kontaktdaten der Ansprechpersonen im Zentrum gehören in die Ablage — sie sind erfahrungsgemäß genau dann nicht auffindbar, wenn man sie braucht. Ebenfalls sinnvoll ist eine Notiz darüber, welche Unterlagen bereits an andere Behandelnde weitergegeben wurden.

Sinnvoll ist außerdem, gleich zu Beginn der Behandlungsserie zu klären, welche Unterlagen automatisch ausgegeben werden und welche man ausdrücklich anfordern muss. Diese Frage kostet im Gespräch eine Minute und erspart später oft mehrere Anrufe und Wartezeiten.

Eine abgeschlossene Bestrahlung bleibt Teil der Krankengeschichte. Bei späteren Behandlungen, bei einem Wechsel der behandelnden Einrichtung oder bei einer Zweitmeinung wird regelmäßig danach gefragt, was bereits stattgefunden hat — welcher Bereich behandelt wurde, mit welcher Technik, in welchem Zeitraum und mit welchen Dosisangaben.

Diese Informationen sind nirgends automatisch gebündelt verfügbar. Zentren dokumentieren zwar sorgfältig, aber Unterlagen liegen dann bei verschiedenen Stellen. Wer selbst eine vollständige Ablage hat, spart bei jedem späteren Termin Zeit. Wie du fehlende Dokumente nachträglich anforderst, beschreibt Befunde anfordern — organisatorisch.

Welche Dokumente üblicherweise entstehen

DokumentWann es entstehtWas typischerweise darin steht
Aufklärungsbogenvor BehandlungsbeginnVerfahren, besprochene Punkte, Unterschriften, Datum
Angaben zum Bestrahlungsplannach der Planungsphasebehandelter Bereich, Technik, Dosisangaben, Fraktionierung
Terminplan der Serievor BehandlungsbeginnTermine, Uhrzeiten, Ort, Ansprechpersonen
Bescheinigung über Sitzungenwährend oder am Ende der Seriedurchgeführte Termine, ggf. kumulierte Dosisangabe
Arztbrief der Strahlentherapienach AbschlussZusammenfassung, Verlauf, Angaben zur Nachsorge
Bescheinigungen für Dritteauf AnfrageNachweise für Kasse, Arbeitgeber, Behörden
Hinweise zur Haut und zum Verhaltenzu BeginnVorgaben des Zentrums für die Behandlungszeit
Typische Unterlagen rund um eine Strahlentherapie

Nicht jedes Zentrum gibt alle diese Dokumente unaufgefordert aus. Was du bekommst und was du zusätzlich anfordern kannst, lässt sich direkt im Zentrum erfragen — am besten schon zu Beginn der Behandlungsserie.

Was in den Angaben zum Bestrahlungsplan steht

Die zusammenfassenden Angaben zur Bestrahlung enthalten in der Regel den behandelten Bereich, die eingesetzte Technik, die Anzahl der Fraktionen sowie Einzel- und Gesamtdosis in Gray. Manchmal finden sich auch Angaben zu den Zielvolumina in Kubikzentimetern.

Diese Angaben sind technische Planungs- und Durchführungsdaten. Sie beschreiben, was gemacht wurde, und enthalten keine Aussage über einen Verlauf. Was die Begriffe bedeuten, erklären Gray (Gy): was die Einheit in der Strahlentherapie beschreibt, Fraktionierung: was der Begriff bedeutet und Zielvolumen-Begriffe. Wie ein Arztbrief allgemein aufgebaut ist, beschreibt Einen Arztbrief besser verstehen.

Eine Ablage aufbauen, die trägt

Bewährt hat sich eine einfache, gleichbleibende Struktur — ob auf Papier in einem Ordner oder digital als Dateiablage. Entscheidend ist weniger das System als die Konsequenz: Jedes Dokument bekommt beim Erhalt sofort seinen Platz, nicht irgendwann später.

  • Chronologisch sortieren, das jüngste Dokument oben oder unten — aber immer gleich.
  • Dateien einheitlich benennen, beginnend mit dem Datum im Format Jahr-Monat-Tag.
  • Absender und Dokumentart in den Dateinamen aufnehmen.
  • Von Papierunterlagen zeitnah eine Kopie oder ein Foto anlegen.
  • Eine kurze Übersichtsseite führen: was wann wo stattgefunden hat.
  • Notieren, woher ein Dokument stammt — siehe die Herkunft einer Information festhalten.

In GlioBridge lassen sich Dokumente mit Herkunftsangabe ablegen, sodass später nachvollziehbar bleibt, ob eine Information aus einem Befund stammt oder eine eigene Notiz ist. Wie sich daraus eine Zusammenstellung für den nächsten Termin erzeugen lässt, beschreibt eine Zusammenstellung für den Termin erzeugen; zum Export der eigenen Daten siehe Daten exportieren.

Was fehlt, lässt sich anfordern

Wenn nach Abschluss der Behandlung Unterlagen fehlen, kannst du sie beim behandelnden Zentrum anfordern. Ein Recht auf Kopien der eigenen Behandlungsunterlagen besteht grundsätzlich. Sinnvoll ist, die Anfrage schriftlich zu stellen und dabei den Behandlungszeitraum sowie die gewünschten Dokumente konkret zu benennen.

Für Termine bei anderen Einrichtungen lohnt es sich, die relevanten Unterlagen vorab zusammenzustellen. Eine allgemeine Zusammenstellung dafür findest du in Welche Unterlagen zum Termin gehören; zum Weitergeben an das Behandlungsteam siehe Weitergeben an das Behandlungsteam.

Welche Unterlagen bekomme ich nach einer Bestrahlung?
Üblich sind ein Arztbrief der Strahlentherapie mit Zusammenfassung und Angaben zur Nachsorge sowie Bescheinigungen über die durchgeführten Sitzungen. Was dein Zentrum ausgibt, kannst du dort erfragen.
Wo finde ich die Dosisangaben?
Sie stehen in der Regel im Arztbrief der Strahlentherapie und in den zusammenfassenden Angaben zum Bestrahlungsplan. Wenn sie fehlen, kannst du sie im Zentrum nachfragen.
Wie lange sollte ich die Unterlagen aufheben?
Dauerhaft. Angaben zu einer bereits erfolgten Bestrahlung sind bei späteren Behandlungen und bei Zweitmeinungen regelmäßig von Bedeutung.
Was mache ich, wenn Dokumente fehlen?
Fordere sie schriftlich beim behandelnden Zentrum an und benenne dabei Behandlungszeitraum und gewünschte Dokumente. Der Beitrag zum Anfordern von Befunden beschreibt das Vorgehen.
Muss ich die Inhalte verstehen?
Nein. Die Unterlagen sind zunächst Dokumentation. Wenn dich einzelne Angaben interessieren, sind sie eine gute Frage für den nächsten Termin.

Eine geordnete Ablage ist am Ende vor allem eine Erleichterung für spätere Gespräche. Sie ersetzt keine medizinische Einordnung — die gehört zu deinem Behandlungsteam.

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