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Diplopie und Augenbewegungen — Begriffe erklärt

„Diplopie" ist der Fachbegriff für Doppelbilder; daneben gibt es eigene Wörter für Augenbewegungen und Pupillen. Dieser Beitrag erklärt, was diese Begriffe bezeichnen und wie sie geprüft werden — ob und warum etwas bei dir auftritt, ordnet ausschließlich dein Ärzteteam ein.

Allgemeine Information zur Orientierung — keine medizinische Beratung, Diagnose oder Bewertung des Einzelfalls. Bitte alles mit deinem behandelnden Ärzteteam besprechen.

Quelle/Hinweis: Allgemeine Begriffserklärung, angelehnt an neurologische Fachliteratur und Patienteninformationen medizinischer Fachgesellschaften. Stand: Juli 2026. Redaktionell erstellt, keine ärztliche Beratung.

Wie diese Artikel entstehen

So entstehen diese Artikel: Sie werden KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung automatisch gegen unsere medizinischen Sprachregeln geprüft. Eine individuelle ärztliche Begutachtung findet nicht statt. Die Inhalte sind allgemeine Orientierung und ersetzen kein ärztliches Gespräch.

„Diplopie" ist der Fachbegriff für Doppelbilder, also die Wahrnehmung von zwei Bildern eines einzelnen Gegenstandes. Daneben stehen im Befund eigene Wörter für die Beweglichkeit der Augen, für die Lidstellung und für die Pupillen. Dieser Beitrag erklärt, was diese Begriffe bezeichnen; ob und warum etwas bei dir auftritt, ordnet ausschließlich dein Ärzteteam ein.

Wichtig für das Verständnis: Dieser Bereich hat mit Sehschärfe und Gesichtsfeld zunächst nichts zu tun. Es geht um die Bewegung der Augen und ihr Zusammenspiel. Die Gesichtsfeldbegriffe stehen in Gesichtsfeld: Hemianopsie und Quadrantenanopsie.

Warum beide Augen zusammenarbeiten

Damit ein einziges Bild wahrgenommen wird, müssen beide Augen dasselbe Ziel gleichzeitig ansteuern. Dafür bewegen sechs Muskeln pro Auge dieses in alle Richtungen; ihre Ansteuerung erfolgt über mehrere Hirnnerven. Das Zusammenspiel dieser Elemente wird in der Untersuchung geprüft und beschrieben.

Weil mehrere Muskeln und Nerven beteiligt sind, ist die Fachsprache hier besonders kleinteilig — im Befund stehen deshalb oft Angaben zur Blickrichtung, in der etwas beobachtet wurde.

Die Begriffe im Überblick

BegriffWas er bezeichnet
DiplopieDie Wahrnehmung von Doppelbildern
Monokulare / binokulare DiplopieOb die Wahrnehmung bei einem oder nur bei beiden geöffneten Augen berichtet wird
OkulomotorikSammelbegriff für die Beweglichkeit und Steuerung der Augen
BlickpareseEine Beobachtung zur Beweglichkeit in eine bestimmte Blickrichtung
AugenmuskelpareseEine Beobachtung zu einem einzelnen Augenmuskel
Strabismus / SchielstellungEine Beobachtung zur Stellung der Augen zueinander
NystagmusRhythmische, unwillkürliche Augenbewegungen
SakkadenSchnelle Blicksprünge — ein geprüfter Bewegungstyp
FolgebewegungenDas gleichmäßige Verfolgen eines bewegten Ziels
PtosisEine Beobachtung zur Stellung des Oberlids
AnisokorieEine Beobachtung zu unterschiedlich weiten Pupillen
LichtreaktionDie geprüfte Reaktion der Pupille auf Licht
Hirnnerven III, IV, VIDie Nerven, die in diesem Zusammenhang geprüft werden
Begriffe zu Doppelbildern und Augenbewegungen und das, was sie bezeichnen. Reine Wortbedeutung.

Wie das in der Untersuchung geprüft wird

Die Prüfung ist kurz und kommt ohne Geräte aus. Sie gehört zum Hirnnervenabschnitt der neurologischen Untersuchung, der in Die neurologische Untersuchung — was üblicherweise geprüft wird beschrieben ist.

  • Blickfolge: Ein Finger oder Stift wird in verschiedene Richtungen bewegt und mit den Augen verfolgt.
  • Blickrichtungen: Die Beweglichkeit wird in alle Hauptrichtungen einzeln geprüft.
  • Abdecktest: Ein Auge wird kurz abgedeckt und die Reaktion beobachtet.
  • Pupillen: Weite, Seitenvergleich und Reaktion auf Licht.
  • Lidstellung: Beobachtung im Seitenvergleich.
  • Nachfrage zur Wahrnehmung: bei welcher Blickrichtung und in welcher Anordnung etwas berichtet wird.

Bei Bedarf erfolgt eine ergänzende augenärztliche oder orthoptische Untersuchung. Ob das im Einzelfall vorgesehen ist, entscheidet das Behandlungsteam.

Abgrenzung zu benachbarten Begriffen

Beobachtungen sachlich festhalten

Für dieses Feld sind einige zusätzliche Angaben besonders nützlich, weil sie in der Untersuchung gezielt abgefragt werden.

  • Zeitpunkt und Dauer.
  • Bei welcher Blickrichtung oder Entfernung es auftrat — geradeaus, seitlich, nah, fern.
  • Ob es bei einem geschlossenen Auge anders beschrieben wird.
  • Wie die beiden Bilder zueinander standen — nebeneinander, übereinander, versetzt.
  • Situation und Umstände: Müdigkeit, Bildschirm, Lesen, Autofahrt als Beifahrer, Tageszeit.

Solche Notizen sind Dokumentation für das Gespräch, keine Selbsteinschätzung — der Ansatz dahinter steht in Dokumentieren statt bewerten - der Ansatz von GlioBridge, die Systematik in Beobachtungen für das Arztgespräch festhalten. Was und wann du melden solltest, legt dein Behandlungsteam individuell fest — frage aktiv danach und halte es schriftlich fest.

Warum die Blickrichtung mitnotiert wird

Weil pro Auge mehrere Muskeln in unterschiedliche Richtungen ziehen, ist die Blickrichtung eine wesentliche Angabe. Ein Eintrag ohne sie bleibt unvollständig. Deshalb steht im Befund üblicherweise dabei, in welcher Richtung geprüft und was dabei beobachtet wurde.

Aus demselben Grund wird in der Befragung so genau nachgehakt: bei welcher Blickrichtung, in welcher Entfernung, wie die beiden Bilder zueinander standen, ob es bei einem geschlossenen Auge anders beschrieben wird. Diese Angaben sind der informative Kern und lassen sich vorab notieren.

Fachbereiche, die hier zusammenarbeiten

  • Neurologie: die Prüfung im Rahmen der Hirnnervenuntersuchung.
  • Augenheilkunde: die ausführliche Untersuchung von Augen und Augenhintergrund.
  • Orthoptik: die spezialisierte Untersuchung des beidäugigen Zusammenspiels.
  • Radiologie: die Bildgebung, siehe MRT-Verlaufskontrollen — wie sie ablaufen.

Welche dieser Stellen im Einzelfall beteiligt sind, legt das Behandlungsteam fest. Beim Lesen eines Berichts lohnt es sich, zunächst zu bestimmen, aus welchem Bereich er stammt — Wortwahl und Skalen unterscheiden sich.

Begriffe, die leicht verwechselt werden

„Verschwommen sehen" und „doppelt sehen" beschreiben in der Fachsprache Verschiedenes: Das eine gehört eher zur Sehschärfe, das andere zum beidäugigen Zusammenspiel. Ebenso getrennt sind das Gesichtsfeld, siehe Gesichtsfeld: Hemianopsie und Quadrantenanopsie, und die Aufmerksamkeitszuwendung, siehe Neglect — was der Begriff beschreibt. Wer im Gespräch die eigene Wahrnehmung möglichst konkret beschreibt, erleichtert die richtige Zuordnung — deuten muss man sie nicht.

Was bedeutet „Diplopie"?
Es ist der Fachbegriff für die Wahrnehmung von Doppelbildern. Der Begriff beschreibt, was berichtet wurde, und enthält keine Aussage über Ursache oder Bedeutung.
Was unterscheidet monokulare von binokularer Diplopie?
Die Begriffe halten fest, ob eine Wahrnehmung bei einem geöffneten Auge oder nur bei beiden geöffneten Augen berichtet wird. Es ist eine beschreibende Unterscheidung aus der Befragung.
Was ist mit „Okulomotorik" gemeint?
Der Sammelbegriff für die Beweglichkeit und Steuerung der Augen. Im Befund steht er meist zusammen mit einer Angabe zur geprüften Blickrichtung.
Was bedeutet „Ptosis"?
Der Begriff bezeichnet eine Beobachtung zur Stellung des Oberlids, üblicherweise im Seitenvergleich notiert.
Wo finde ich einen Überblick über die übrigen Begriffe?
In Neurologische Begriffe im Befund verstehen steht eine Übersichtstabelle der gängigen neurologischen Befundbegriffe.

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