Bestrahlungsmaske und Lagerung: wozu sie dienen

Eine Bestrahlungsmaske ist eine individuell angepasste Kunststoffschale, die den Kopf bei jeder Sitzung in möglichst gleicher Position hält. Sie dient der Reproduzierbarkeit der Lagerung — dieser Beitrag erklärt allgemein, wie die Anfertigung abläuft und was dabei üblicherweise besprochen wird.

Les articles du savoir ne sont actuellement disponibles qu'en allemand. Les contenus médicaux sont validés par des experts avant d'être traduits.

Allgemeine Information zur Orientierung — keine medizinische Beratung, Diagnose oder Bewertung des Einzelfalls. Bitte alles mit deinem behandelnden Ärzteteam besprechen.

Source/remarque : Allgemeine Information, angelehnt an Patienteninformationen strahlentherapeutischer Fachgesellschaften und des Krebsinformationsdienstes. Stand: Juli 2026. Redaktionell erstellt, keine ärztliche Beratung.

Comment ces articles sont créés

Comment ces articles sont créés : ils sont rédigés avec l'aide de l'IA et vérifiés automatiquement au regard de nos règles de langage médical avant publication. Ils ne font pas l'objet d'un examen médical individuel. Le contenu est une orientation générale et ne remplace pas un échange avec l'équipe soignante.

Eine Bestrahlungsmaske ist eine individuell angepasste Schale aus thermoplastischem Kunststoff, die bei Bestrahlungen im Kopfbereich verwendet wird. Ihre Aufgabe ist die Reproduzierbarkeit: Sie hilft, den Kopf bei jeder Sitzung in möglichst der gleichen Position zu halten, damit die geplante Dosisverteilung auch dort ankommt, wo sie berechnet wurde.

Dieser Beitrag beschreibt allgemein, wozu die Maske dient, wie ihre Anfertigung üblicherweise abläuft und welche Themen dabei häufig angesprochen werden. Er gehört zum Thema Strahlentherapie beim Gliom und ersetzt keine ärztliche Aufklärung.

Warum die Lagerung so genau sein muss

Ein Bestrahlungsplan wird auf einem Bilddatensatz berechnet, der den Körper in einer bestimmten Position zeigt. Damit die berechnete Dosisverteilung im Behandlungsraum wieder entsteht, muss diese Position bei jeder Sitzung möglichst genau wiederhergestellt werden. Schon kleine Verschiebungen des Kopfes hätten zur Folge, dass Plan und tatsächliche Lage nicht mehr übereinstimmen.

Der Kopf lässt sich anders als etwa der Rumpf kaum über Hilfslinien allein stabil halten. Deshalb hat sich die individuell angepasste Maske als übliches Lagerungshilfsmittel etabliert. Sie ist ein reines Hilfsmittel — sie hat keine eigene Wirkung auf die Behandlung, sondern sorgt dafür, dass die geplante Geometrie eingehalten wird. Welche Begriffe für den geplanten Bereich verwendet werden, erklärt GTV, CTV, PTV: Zielvolumen-Begriffe in der Strahlentherapie.

Wie die Anfertigung allgemein abläuft

Die Maske entsteht in der Regel bei einem eigenen Termin, oft direkt vor oder in Verbindung mit dem Planungs-CT. Verwendet wird eine Platte aus thermoplastischem Kunststoff mit netzartiger Struktur. In warmem Wasser wird das Material weich und dehnbar.

Du liegst dabei auf der Liege in der vorgesehenen Behandlungsposition, meist mit einer Kopfschale oder einem Kissen als Unterlage. Das erwärmte Material wird über Gesicht und Kopf gelegt und an den Rändern an der Liege befestigt. Beim Abkühlen — das dauert üblicherweise einige Minuten — nimmt es die individuelle Form an und wird wieder fest. Anschließend wird die Maske abgenommen, beschriftet und im Zentrum aufbewahrt; sie wird ausschließlich für deine Behandlung verwendet.

  • Das Material ist beim Auflegen warm und feucht, es fühlt sich anfangs ungewohnt an.
  • Aussparungen für Augen, Nase und Mund gehören zum üblichen Vorgehen; freies Atmen ist möglich.
  • Der eigentliche Aushärtevorgang dauert meist nur wenige Minuten.
  • Die Maske bleibt im Zentrum und wird zu jeder Sitzung neu angelegt.
  • Über eine Sprechverbindung bist du während jeder Sitzung mit dem Team verbunden.

Wenn Enge unangenehm ist

Viele Menschen empfinden das Anlegen der Maske zunächst als beklemmend. Das ist eine häufig berichtete Reaktion und kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft. Hilfreich ist, dieses Empfinden vor dem Termin anzusprechen — die Teams in der Strahlentherapie kennen die Situation und haben etablierte Wege, damit umzugehen.

Üblich sind zum Beispiel: ein ausführliches Vorgespräch, ein Probeliegen, Anpassungen an der Maske im Bereich von Augen oder Mund, eine feste Sprechverbindung während der Sitzungen oder eine Begleitperson bis zum Behandlungsraum. Ob und welche Möglichkeiten in deinem Zentrum bestehen und was in deiner Situation infrage kommt, legt das Behandlungsteam gemeinsam mit dir fest. Allgemeine Hinweise zum Umgang mit beklemmenden Situationen finden sich in Umgang mit Angst und Sorgen — eine Orientierung.

FrageZuständigWann ansprechen
Wie eng liegt die Maske an?Team der Strahlentherapiebeim Aufklärungs- oder Anfertigungstermin
Was tun bei Beklommenheit in der Enge?Behandlungsteammöglichst vor der Anfertigung
Können Aussparungen angepasst werden?medizinisch-technische Fachkräftebei der Anfertigung oder danach
Wie lange dauert eine Sitzung mit Maske?Team am Gerätvor der ersten Sitzung
Wohin kommt die Maske nach der Behandlung?Zentrumgegen Ende der Behandlungsserie
Häufige Fragen zur Maske und wer sie beantwortet

Lagerung ohne Maske und weitere Hilfsmittel

Nicht bei jeder Bestrahlung wird eine Maske eingesetzt. Bei Behandlungen außerhalb des Kopf-Hals-Bereichs kommen andere Lagerungshilfen zum Einsatz, etwa Vakuumkissen, Knierollen, Armstützen oder Hautmarkierungen. Das Prinzip bleibt dasselbe: Die Position soll bei jeder Sitzung wiederherstellbar sein.

Zusätzlich kontrollieren viele Geräte die Position vor der Bestrahlung noch einmal bildgestützt. Am Behandlungsgerät werden dazu kurze Kontrollaufnahmen erstellt und mit den Planungsdaten verglichen; die Liege wird bei Bedarf millimeterweise nachjustiert. Wie ein Behandlungsgerät aufgebaut ist und wie eine Sitzung abläuft, beschreibt Linearbeschleuniger: was das Gerät ist und wie eine Sitzung abläuft.

Was sich dokumentieren lässt

Für deine eigene Übersicht kann es hilfreich sein, festzuhalten, wann die Maske angefertigt wurde, wie du die Termine erlebt hast und welche Absprachen getroffen wurden. Solche Notizen sind keine medizinische Bewertung, sondern Gedächtnisstützen für die nächsten Gespräche. Wie sich Beobachtungen sachlich festhalten lassen, beschreibt Dokumentieren statt bewerten - der Ansatz von GlioBridge.

Wie lange dauert die Anfertigung der Maske?
Der Termin dauert insgesamt meist etwa 15 bis 45 Minuten, das eigentliche Aushärten des Materials nur wenige Minuten. Den genauen Ablauf in deinem Zentrum erklärt das Team vorab.
Tut die Anfertigung weh?
Die Anfertigung ist nicht schmerzhaft. Das Material ist warm und feucht und liegt eng an, was viele als ungewohnt beschreiben. Empfindungen, die dir unangenehm sind, kannst du jederzeit ansprechen.
Kann ich unter der Maske sprechen und atmen?
Aussparungen für Augen, Nase und Mund sind üblich, Atmen ist möglich. Während der Sitzungen besteht zusätzlich eine Sprech- und Sichtverbindung zum Team.
Was passiert, wenn ich mich unter der Maske nicht wohlfühle?
Sag dem Team Bescheid, bevor die Sitzung beginnt, oder nutze die Sprechverbindung währenddessen. Es gibt etablierte Vorgehensweisen für solche Situationen; welche für dich passen, legt das Behandlungsteam mit dir fest.
Bekomme ich die Maske nach der Behandlung mit?
Das handhaben Zentren unterschiedlich. Frag am besten gegen Ende der Behandlungsserie im Zentrum nach, wie dort damit umgegangen wird.

Die Maske ist ein technisches Hilfsmittel für gleichbleibende Lagerung — nicht mehr und nicht weniger. Alle Fragen dazu, wie sie in deiner Behandlung eingesetzt wird, gehören ins Gespräch mit deinem Strahlentherapie-Team.

Consignez votre suivi

Documentez ce que vous lisez ici dans votre propre espace.

Commencer gratuitement

Fait partie du thème

Strahlentherapie beim Gliom (Photonenbestrahlung) — Überblick

Dieser Artikel erklärt allgemein, was eine Strahlentherapie als Photonenbestrahlung ist, wie Planung und Ablauf grundsätzlich organisiert sind und welche Begriffe dir dabei begegnen können — als Orientierung und ohne medizinische Bewertung deines Einzelfalls.

Cela pourrait aussi vous intéresser

Medikamente

Wie eine Bestrahlung geplant wird

Eine allgemeine, organisatorische Erklärung, wie eine Strahlentherapie im Vorfeld geplant wird — von der Maske über Planungs-CT und -MRT bis zur Aufteilung in einzelne Sitzungen. Dies ist reine Patientendokumentation und keine medizinische Bewertung; ob, wann und wie eine Bestrahlung stattfindet, entscheidet immer dein Ärzteteam.

Lire (9 min)
Vorbereitung

Planungs-CT und Planungs-MRT: wozu diese Bilder dienen

Planungs-CT und Planungs-MRT sind Bildaufnahmen, die vor einer Strahlentherapie eigens für die technische Planung angefertigt werden. Sie dienen nicht der Befundung, sondern liefern die räumliche Grundlage, auf der das Team den Bestrahlungsplan berechnet und anschließend freigibt.

Lire (8 min)
Grundlagen

Linearbeschleuniger: was das Gerät ist und wie eine Sitzung abläuft

Ein Linearbeschleuniger ist das Gerät, mit dem in der Strahlentherapie hochenergetische Photonenstrahlung erzeugt wird. Dieser Beitrag erklärt allgemein, wie das Gerät aufgebaut ist und wie eine einzelne Behandlungssitzung üblicherweise abläuft.

Lire (8 min)
Alltag

Umgang mit Angst und Sorgen — eine Orientierung

Dieser Artikel ordnet allgemein ein, warum Ängste und Sorgen im Zusammenhang mit einer Gliom-Erkrankung sehr verbreitet sind, welche alltagspraktischen Ansätze vielen Menschen helfen und wo sich professionelle Unterstützung wie die Psychoonkologie finden lässt. Er dient der Orientierung und ist Patientendokumentation, keine medizinische Bewertung deiner persönlichen Situation.

Lire (10 min)
Medikamente

Strahlentherapie beim Gliom (Photonenbestrahlung) — Überblick

Dieser Artikel erklärt allgemein, was eine Strahlentherapie als Photonenbestrahlung ist, wie Planung und Ablauf grundsätzlich organisiert sind und welche Begriffe dir dabei begegnen können — als Orientierung und ohne medizinische Bewertung deines Einzelfalls.

Lire (9 min)
Medikamente

Protonentherapie und Photonenbestrahlung — der Unterschied

Dieser Artikel erklärt allgemein und neutral, wie sich die Protonentherapie im physikalischen Prinzip von der klassischen Photonenbestrahlung unterscheidet. Er ist reine Patientendokumentation und keine medizinische Bewertung — ob eine bestimmte Bestrahlungsart im Einzelfall infrage kommt, entscheidet immer das Ärzteteam.

Lire (9 min)